Zum Weltfrauentag: 30 Fun Facts über Frauen in der Arbeitswelt

1 – Seit 1919 (das sind noch nicht einmal 100 Jahre) dürfen Frauen in Deutschland wählen.

2 – Noch in den 1950er Jahren konnten Ehemänner die Arbeitsverträge ihrer Frauen kündigen, z.B. wenn die Frau wegen der Arbeit den Haushalt schleifen ließ.

3 – Bis 1969 durften Frauen kein eigenes Bankkonto besitzen, wenn ihre Ehemänner nicht zugestimmt hatten.

4 – Bis 1977 (das war vor 40 Jahren) durften Frauen in Deutschland ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes keine Arbeit aufnehmen.

5 – 2004 wurde das erste Mal eine Frau Vorstandsmitglied in einem DAX-Unternehmen: Die Niederländerin Karrin Dorrepaal bei Schering.

6 – Seit 2005 haben wir mit Angela Merkel die erste Bundeskanzlerin.

7 – 2008 hat das erste Mal eine Frau den Oscar für die beste Regie gewonnen.

8 – Die erste Frau, die die Fields-Medaille für herausragende Entdeckungen in der Mathematik bekommen hat, ist Maryam Mirzakhani (2014)

9 – Etwa 70 % der Frauen zwischen 15 und 65 sind in Deutschland erwerbstätig im Vergleich zu ca. 80 % der Männer.

10 – Etwa 45 % der Frauen arbeiten Teilzeit, aber nur 10 % der Männer.

11 – Die 3 Branchen mit dem höchsten Frauenanteil sind: Gesundheits- und Sozialwesen (77 % Frauen), Erziehung und Unterricht (71 % Frauen) und Sonstige Dienstleistungen & Privathaushalte (66 % Frauen).

12 – Die Arbeitslosenquote von Frauen ist etwas niedriger als die von Männern, jedoch bleiben Frauen im Schnitt 7 Wochen länger arbeitslos.

13 – Junge Väter sind etwa doppelt so häufig berufstätig wie junge Mütter.

14 – Die Quote von Eltern, die ihre Kinder durch Erwerbseinkommen ernähren können, sinkt. Das gilt für Männer und Frauen, für Paare und Alleinerziehende.

15 – Der unbereinigte Gender Pay Gap betrug in Deutschland 2015 21 %, d.h. im Durchschnitt verdienen Frauen für jeden Euro, den ein Mann verdient, nur 79 Cent.

16 – Bereinigt man den Pay Gap um Faktoren wie Branche, Beruf, Karrierelevel oder Berufserfahrung, schließt er sich nicht völlig. Es bleibt den Frauen immer noch ein Minus von 7 %, das nicht durch berufsbedingte Faktoren erklärt werden kann.

17 – Bei Intelligenztest liegen Frauen im Schnitt 5 Punkte hinter den Männern. Allerdings haben Männer auch mehr sehr schlechte Ergebnisse, ihre Streuung ist in beide Richtungen größer. Übrigens scheint sich die Lücke zu schließen, da sich unsere Gehirne immer noch entwickeln und sich an das moderne Leben anpassen.

18 – Verschiedene Studien haben gezeigt, dass schlechtere Ergebnisse von Mädchen, z.B. in Mathetests, damit zu tun haben, was man Kindern über männliche und weibliche Leistungsfähigkeit beibringt. Wer glaubt, Mathe nicht zu können, kann Mathe auch nicht.

19 – Natürlich gibt es bei der Leistungsfähigkeit Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Insgesamt ist aber die Varianz innerhalb der Männer und innerhalb der Frauen deutlich höher als der Unterschied zwischen den Geschlechtern.

20 – Mitarbeiter interpretieren das Verhalten von männlichen und weiblichen Führungskräften oft völlig verschieden. Eine harte Hand wird bei Männern als durchsetzungsstark wahrgenommen, bei Frauen jedoch als zickig.

21 – Frauen mit Ambitionen orientieren sich wegen fehlender Rollenmodelle häufig am Verhalten männlicher Vorgesetzter. Das männliche Verhalten widerspricht aber bei Frauen unserer Erwartungshaltung und kann aufgesetzt wirken. Die fehlende Authentizität stört das Vertrauen der Mitarbeiter in die Chefin.

22 – Seit Einführung der Frauenquote für Aufsichtsräte hat sich der Anteil an Frauen in den DAX-Aufsichtsräten auf ziemlich genau die geforderten 30 % erhöht. In Vorständen dagegen gibt es nicht einmal 10 % Frauen.

23 – Insgesamt ist etwa jede fünfte Position auf Geschäftsführungsebene mit einer Frau besetzt.

24 – Von anonymisierten Bewerbungen profitieren vor allem Frauen im gebährfähigen Alter. Und Migranten.

25 – Existenzgründungen von Frauen sind häufig kleiner und mit weniger Kapital ausgestattet, überleben aber länger als die von Männern.

26 – Wenn man Personalverantwortlichen identische Lebensläufe unter weiblichen und männlichen Namen vorlegt, bevorzugen sie die Männer.

27 – Attraktive Frauen werden seltener zum Vorstellungsgespräch eingeladen (das erklärt einiges).

28 – Die Mehrheit der Arbeitnehmer hat das Gefühl, dass ihre weiblichen Vorgesetzten mehr leisten müssen als die männlichen.

29 – Bei der TK versicherte Frauen sind pro Jahr etwa 3 Tage länger krank geschrieben als Männer. Allerdings sind auch Flugbegleiter dreimal so lange krank wie Zahnärzte.

30 – 96 % der Opfer von Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung in Deutschland sind Frauen. Wenn es um Ausbeutung der Arbeitskraft außerhalb der Prostitution geht, sind 88 % der Opfer Männer. (Quelle: BKA)

Habt einen guten Tag, Ladys!

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